Die Offenhaltung Tegels schadet den Bürgerinnen und Bürgern in Steglitz-Zehlendorf

  

Die Verzögerung der Fertigstellung des Flughafens BER ist kein Ruhmesblatt für unsere Stadt. Dennoch wird der BER in den nächsten Jahren eröffnen und als neuer leistungsfähiger Flughafen die Metropolregion Berlin mit der Welt verbinden. Mit der Öffnung des BER wird der Flughafen Tegel geschlossen werden. Für viele von uns Alteingesessenen schwingt dabei sicher auch Trauer mit, war Tegel doch immer „unser“ Tor zur Welt und für viele in der Vergangenheit eine willkommene Alternative zum damaligen Transit-Verkehr. Doch bei aller Wehmut: Die Schließung ist sinnvoll. Und der BER ist groß genug.

Die Verlagerung des kompletten Flugverkehrs hat für unseren Bezirk Vorteile:

Mehr Ruhe

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Steglitz-Zehlendorf wird von Tegel deutlich mehr belastet als von Schönefeld. Unser Bezirk wird am Tag durchschnittlich von rund 65* startenden Flugzeugen überflogen – davon stammen über 55* Maschinen aus Tegel! Für den BER sind später durchschnittlich 38 Starts pro Tag** auf der Route über Steglitz-Zehlendorf vorgesehen, also etwa 40% weniger Flugbewegungen über unseren Köpfen. Bei einem Weiterbetrieb von Tegel würde die Anzahl der Flüge über unserem Bezirk hingegen steigen. Während zur Zeit knapp 10% der Maschinen* niedriger als 2.400 Meter (8.300 ft.) über unseren Bezirk fliegen, sehen die späteren Flugrouten die Mindesthöhe von 2.400 Meter beim Einflug in den Bezirk vor.

ÖPNV-Anbindung

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Der Flughafen BER wird mit Fernzügen, Regionalexpress, S-Bahn und Expressbus angebunden sein. Das ist eine deutlich zuverlässigere Anbindung als die von Tegel – hier fahren nur Busse, die regelmäßig im Stau stehen. Der Südwesten wird über die S45 (via Bundesplatz, Schöneberg oder Südkreuz) und den RE9 (via Südkreuz) angebunden. Der X11 wird bis zum neuen Flughafen umgelenkt. Und von der U7 wird es eine Express-Bus-Verbindung geben. Für uns im Südwesten ist der Flughafen BER auch mit dem Auto gut zu erreichen. Je nach Wohnort im Bezirk dauert die Fahrt nur 5-10 Minuten länger als nach Tegel (und dabei sind die Staus auf dem Stadtring noch nicht mit eingerechnet).

Für Berlin bedeutet die Schließung von Tegel:

Menschen entlasten

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Der neue Flughafen wird außerhalb der Stadt gebaut, da dort weniger Menschen wohnen. Mit der TegelSchließung werden über 300.000 Menschen entlastet. Das haben wir ihnen versprochen.

Weniger Kosten

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Beim Doppelbetrieb fallen doppelte Betriebskosten an. Die Kostenschätzung für die Sanierung Tegels und die Umsetzung der neuen Lärmschutzvorschriften reichen von mehreren Hundert Millionen bis zu mehreren Milliarden Euro.

Wohnraum schaffen

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Wir haben mit Tegel große Pläne: 9.000 Wohnungen sollen dort entstehen. Außerdem sechs Kitas, eine Grundschule und ein Jugendzentrum. Für die Freizeit entsteht ein über 250 ha großer Park.

Mehr Sicherheit

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Tegel wurde mit Sonderrechten der Allierten errichtet. Heute würde niemand mitten in der Stadt einen Flughafen genehmigen – die Gefahr eines Unfalls bei Start oder Landung ist viel zu groß.

Mehr Wissenschaft

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Die Beuth Hochschule für Technik wird im Flughafengebäude („Oktogon“) den benötigten neuen Standort eröffnen. Berlin kann damit seine Position in Wissenschaft und Forschung weiter ausbauen.

Neue Arbeitsplätze

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Tegel wird zum High-Tech-Standort für Urbane Technologien ausgebaut: In „The Urban Tech Republic“ wird Platz für 800 Firmen und Start-Ups mit bis zu 20.000 Arbeitsplätzen geschaffen.

Rechtssicherheit

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Grundlage für die Genehmigung des BER war die Schließung von Tegel, wodurch mehr Menschen entlastet als belastet werden. Daran zu rütteln, führt zu neuen jahrelangen Gerichtsprozessen.

Vertragstreue

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Die Schließung von Tegel ist Teil der BER-Vereinbarung zwischen Berlin, Brandenburg und dem Bund. Sowohl die Bundesregierung als auch das Land Brandenburg sehen keinen Änderungsbedarf.

Stimmen Sie am 24.9. mit „NEIN“ und geben Sie damit Tegel eine neue Zukunft!


  • * Durchschnittszahlen vom 02.-15.7.2017 gem. DFS Stanly: 76 Überflüge am Tag. Bereinigt nach Windrichtung im Jahresmittel: 65 Überflüge am Tag.
  • ** Quelle: „Erläuterungen zu den gesetzlichen Grundlagen und Eingangsdaten“, Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg, 12.06.2013. Zahlen aus Tabelle 7 für die Flüge auf der „Wannsee-Route“ (DEXUG 1A, GERGA 1A, TUVAK 1A). Grundlage sind die prognostizierten Flugbewegungen für 2023 (319.000***) und Westwind in 2/3 der Zeit. Umrechnung auf den Tagesschnitt gemäß der Voraussetzung, dass die sechs verkehrsreichsten Monate ca. 54% der Jahresflugbewegungen ausmachen. Prognostizierte Anzahl der Überflüge über Steglitz-Zehlendorf: bei Westwind: 57; bei Ostwind: 0; im Durchschnitt: 38.
  • *** Zum Vergleich: 2016 gab es nur 282.062 Flugbewegungen.
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