Ein Technologiezentrum in Steglitz-Zehlendorf
12.08.2010: von Barbara Loth, Bezirksstadträtin für Wirtschaft, Gesundheit und Verkehr
Steglitz-Zehlendorf weist eine einzigartige Dichte an Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen auf.
Schon lange ist der Berliner Südwesten ein Standort für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Forscherinnen und Forscher. Kein anderer Ort hat so viele Nobelpreisträger hervorgebracht. Dahlem gilt als das Oxford von Berlin.
Neben der Freien Universität, der Charité mit dem Campus Benjamin Franklin, der Max-Planck-Gesellschaft mit mehreren Instituten, der Bundesanstalt für Materialforschung und – prüfung und dem Helmholtz-Zentrum gibt es noch zahlreiche weitere Forschungseinrichtungen.
Die Wissenschaft ist wichtig für unsere Stadt. Genauso wichtig ist es aber auch, dass sie mit der Wirtschaft verknüpft wird. Denn alle guten Ideen nutzen wenig, wenn es nicht gelingt, die Kraft über die Räder auf die Straße zu bringen. Nur das führt letztendlich zu mehr Beschäftigung.
Daher ist allein die Anzahl und die Größe von Hochschulen und Forschungseinrichtungen noch kein Indikator für den Erfolg einer Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft.
Neben einer gezielten Vernetzung der Unternehmen mit den Forschungseinrichtungen müssen die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterstützt werden, wenn sie ein Unternehmen gründen wollen.
Sie brauchen günstige Büro- und Laborflächen, sie brauchen die Nähe zu ihrer ursprünglichen Forschungseinrichtung und sie brauchen die kaufmännische und finanzielle Unterstützung, die die Risiken bei der Startphase eines Unternehmens verkleinern.
Ein Technologiezentrum in der Nähe der Freien Universität und den anderen Forschungseinrichtungen bietet hierfür die optimalen Voraussetzungen!
Daher habe ich mit Unterstützung der Senatsverwaltung für Wirtschaft der in Berlin im Bereich der Betreibung von Technologiezentren bereits erfolgreich agierenden IZBM den Auftrag erteilt, ein entsprechendes Nutzungskonzept zu erstellen.
Im Focus steht dabei das Gelände des ehemaligen American Hospital in der Fabeckstraße. Das Nutzungskonzept wird im September fertig gestellt. Dann werden wir prüfen, ob wir GRW-Mittel ( EU-Mittel ) für den Erwerb des Grundstücks erhalten um so optimale Bedingungen für unternehmerisch tätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vor Ort zu schaffen.
Barbara Loth
Bezirksstadträtin für Wirtschaft, Gesundheit und Verkehr




